Berlin Finance Initiative wird Mitglied bei Germany Finance

Nach erfolgreichem erstem Jahr übernimmt Hamburg die Sprecherrolle bei Germany Finance

Germany Finance verzeichnet ein erfolgreiches Gründungsjahr, in dem unter anderem die Berlin Finance Initiative ins Leben gerufen wurde. Die Sprecherrolle wird planmäßig von Stuttgart an Hamburg übergeben.

Stuttgart/ Hamburg – Zum 1. Januar 2022 hat der Finanzplatz Hamburg die Sprecherrolle von Germany Finance übernommen und ist damit Ansprechpartner für alle Kontaktanfragen. Im letzten Jahr hatte diese Rolle der Finanzplatz Stuttgart inne. Die Sprecherrolle von Germany Finance rotiert jährlich unter den Mitgliedern der Initiative. Die Initiative Germany Finance blickt auf ein erfolgreiches, erstes Jahr 2021 zurück. Auch durch die Impulse von Germany Finance gelang es dem Finanzplatz Berlin, eine eigene Initiative ins Leben zu rufen, die künftig im Zusammenschluss von Germany Finance mitwirken wird. Berlins Finanz- und Technologiestandort eine Stimme zu geben, ist ein zentrales Ziel der Initiative.

Achim Oelgarth, Initiator der Berlin Finance Initiative sagt: „Wir freuen uns, gemeinsam mit den anderen deutschen Finanzstandorten den Finanzplatz Deutschland zu stärken. Berlin hat sich mit seinen FinTechs und NeoBanken einen Führungsplatz auf europäischer Ebene erarbeitet. Über ein Drittel aller FinTechs und fast alle Unicorns in Deutschland mit den größten Finanzierungsrunden sind hier zuhause. Berlin kommt aus einer langen Tradition als Gründungsort von Banken, Börsen und Versicherungen.“

Weitere wichtige Meilensteine konnten in diesem Jahr gelegt werden, wie die Veröffentlichung zweier Studien zum deutschen FinTech Ökosystem und zum Finanzplatz Deutschland im europäischen Vergleich je in Zusammenarbeit mit Startbase und ZEB Consulting. Außerdem ist es dem Finanzplatz Deutschland gelungen, seine internationale Präsenz durch die Teilnahme an Veranstaltungen wie dem Asian Financial Forum und durch Kooperation mit Germany Trade and Invest (GTAI) auszubauen. Unter anderem ist der Finanzstandort Deutschland jetzt Teil der Kommunikations-Kampagne „Germany Works“ der GTAI. Des Weiteren konnte die Verleihung des FinTech Germany Awards durch die enge Zusammenarbeit der Finanzplätze erstmalig in Stuttgart stattfinden und soll künftig weiter rotieren.

„Wir sind stolz auf die Erfolge der Initiative Germany Finance und freuen uns darauf, im nächsten Jahr darauf aufzubauen. Sie sind ein klares Zeichen dafür, dass der Zusammenschluss der Finanzplätze in Deutschland ein richtiger und wichtiger Schritt war und das gesamte deutsche Finanzökosystem voranbringt.“, so Dominik Schütz, Leiter der Finanzplatzinitiative Stuttgart.

Der Finanzplatz Hamburg e.V. blickt mit Freude auf die neue Aufgabe. „Als Gründungsmitglied von Germany Finance freuen wir uns, 2022 in herausfordernder Zeit die Sprecherrolle zu übernehmen. Große Aufgaben auf nationaler und europäischer Ebene liegen vor unserer Branche: Es gilt, den nachhaltigen Umbau unserer Wirtschaft zu finanzieren, eine kluge Rahmensetzung zu finden und die Digitalisierung voranzureiben. Diese Herausforderungen betreffen alle deutschen Finanzplätze und lassen sich gemeinsam besser bewältigen“ so Dr.Harald Vogelsang, Vorsitzender des Finanzplatz Hamburg e.V.

WEITERE INFORMATIONEN

GERMANY FINANCE ist ein informeller Zusammenschluss deutscher Finanzplatzinitiativen aus Berlin, Frankfurt, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Stuttgart. Gemeinsames Ziel ist es, den Finanzplatz Deutschland im deutschen, europäischen sowie internationalen Kontext zu stärken, ihm ein Gesicht zu geben und Ansprechpartner für Interessenten am Finanzplatz Deutschland aus dem In- und Ausland zu sein. Mehr zur Arbeitsgemeinschaft auf www.germany-finance.com.

Kontakt für Presseanfragen

Jörn Le Cerf
Telefon +49 40 36 138 360
Joern.lecerf@hk24.de

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Kurzstudie zur Geschlechterdiversität
Talentpool wird nicht optimal ausgeschöpft

Die Finanz- und Techbranche wird in Deutschland ein immer stärkerer Job- und Wachstumsmotor. 2,1 Mrd. Euro Kapital haben die deutschen FinTechs allein in der ersten Jahreshälfte 2021 eingeworben, zwei Drittel davon am Standort Berlin. Die Hauptstadt hat sich inzwischen sogar eine Führungsrolle in Europa als digitaler Finanzplatz erarbeitet, der Investoren, Kapital und Talente aus aller Welt anzieht.

Die von der Berlin Finance Initiative veröffentlichte Kurzstudie zeigt aber auch, dass es in der Branche deutlichen Nachholbedarf gibt, wenn es um (Gender)Diversity geht: Der Frauenanteil in den Gründungsteams der 20 größten deutschen FinTechs beträgt nur vier Prozent, die Geschäftsführungsteams weisen nur drei Prozent Frauen auf. Im innereuropäischen Vergleich liegt Deutschland damit weit zurück.

„Selten erlebe ich noch Systeme – die Kapitalgeber eingeschlossen – die so homogen sind, wie die FinTech-Branche. Der Talentpool wird damit nicht optimal ausgeschöpft und viele Frauen werden entmutigt. Dem Wirtschaftsstandort entgehen damit viel zu viele Potentiale“, so Dr. Philine Sandhu, Autorin der Kurzstudie und Dozentin an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Achim Olegarth, Mitautor der Studie und Gründer der Berlin Finance Initiative, bekräftigte: „Unsere Studie zeigt deutlich, dass Vorbilder und ein breites Maßnahmenbündel notwendig sind, um mehr Frauen als Gründerinnen- und Managerinnen in der Finanzbranche zu sehen. Für die Branche bringt dies vielfältige Chancen mit sich.”

Um die strukturelle Unterrepräsentanz von Frauen in FinTechs anzugehen, empfiehlt die Kurzstudie umfangreiche Maßnahmen:

  • Daten generieren und Transparenz schaffen
  • Geschlechterdiversität zur Voraussetzung für (öffentliches) Funding machen
  • Selbstverpflichtung der Branche zu mehr (Gender)Diversity erwirken
  • Talent-Pipeline konsequent und diskriminierungsfrei aufbauen
  • Vernetzung der Branche ausbauen und Gründerinnen-Fonds aufsetzen.